Die Geschichte des Mikroskops

Verschiedene Mikroskoptypen:
Die Auswahl des richtigen Lichtmikroskops

Eine Übersicht der unterschiedlichen Mikroskoptypen und ihr Einsatzzweck


Der Engländer Robert Hooke (18.07.1635 - 03.03.1703) war Architekt, Naturphilosoph und ein brillanter Wissenschaftler, der vor allem für seine Theorie der Elastizität (Hookesches Gesetz) und seine ,Micrographia' bekannt ist, die 1665 veröffentlicht wurde; darüber hinaus prägte er den Begriff der "Zelle" zur Beschreibung der Grundstruktur des Lebens. Weniger bekannt ist, dass es ernstzunehmende Hinweise dafür gibt, dass Hooke die Federunruh entwickelte, und zwar unabhängig und etwa fünfzehn Jahre vor Huygens, dem diese Erfindung eigentlich zugesprochen wird. Hooke ist außerdem für seine Erforschung der Schwerkraft und seine Arbeit als Architekt und Landvermesser bekannt.


Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Mikroskoptypen, allerdings kann man diese der Einfachheit halber in zwei Hauptkategorien einteilen.


Lichtmikroskope und Nicht-Lichtmikroskope..


Was meinen wir mit Lichtmikroskop?


Lichtmikroskop ist ein allgemeiner Begriff für den Mikroskoptyp, den wir normalerweise im Fernsehen sehen, wenn Männer in weißen Kitteln in wissenschaftlichen Laboratorien arbeiten. Im Wesentlichen ein reguläres "Mikroskop" mit zwei Okularen und der unverkennbaren Mikroskopform. Das ist ein Lichtmikroskop, es könnte aber ebenso zusammengesetztes Mikroskop oder optisches Mikroskop genannt werden. Die Beschreibungen dafür unterscheiden sich, aber sie beziehen sich alle auf ein und denselben grundlegenden Mikroskoptyp.


Ein einfaches Schülermikroskop ist ein Basis-Lichtmikroskop mit den grundlegenden Funktionen Auch ein Stereomikroskop gehört zur Gruppe der Lichtmikroskope Ein zusammengesetztes Mikroskop für Forschungszwecke ist ein technologisch sehr hochentwickeltes Lichtmikroskop

Sie sind alle komplett verschieden und trotzdem Lichtmikroskope


Allerdings gibt es auch bei Lichtmikroskopen zahlreiche Unterkategorien - jedes dient einem spezifischen Zweck, da die Menschen beim Vergrößern von Dingen viele unterschiedliche Anforderungen stellen. Um herauszufinden, welche Art von Mikroskop Sie benötigen, müssen Sie ein paar grundlegende Fragen beantworten:


  1. Welche Art von Proben werden Sie untersuchen?
  2. Welche Vergrößerung benötigen Sie?
  3. Möchten Sie die Probe "bearbeiten", während Sie diese unter dem Mikroskop betrachten?

1. Welche Art von Proben werden Sie untersuchen?


Verschiedene Proben besitzen unterschiedliche physikalische Eigenschaften und der Mensch möchte beinahe alles unter einem Mikroskop untersuchen! Blut unterscheidet sich beispielsweise maßgeblich von einem Diamantring. Wenn Sie Mikrobiologe sind, werden Sie vollkommen andere Anforderungen an ein Mikroskop stellen als ein Juwelier.


2. Welche Vergrößerung benötigen Sie?


Rote Blutkörperchen haben üblicherweise einen Durchmesser von 6-8 µm, was in der Tat sehr klein ist! Sie werden in diesem Fall eine mindestens 400-fache Vergrößerung benötigen, um die roten Blutkörperchen zu sehen, aber wenn Sie die Zellen noch detaillierter untersuchen möchten, benötigen Sie einen weitaus höheren Vergrößerungsfaktor. Außerdem muss das Blut auf einem Glas-Objektträger aufgebracht werden, um alle gewünschten Einzelheiten sehen zu können.


Ein Diamantring hat hingegen einen Durchmesser von etwa 1,5 cm. Sie können ihn also mit freiem Auge sehen. Wenn Sie Juwelier sind, müssen Sie die ganzen aufwändigen Details des Rings sehen können, eine Vergrößerung von x10 - x20 wird für Sie also ausreichen.


3.Möchten Sie die Probe "bearbeiten", während Sie diese unter dem Mikroskop betrachten??


WWird ein Diamant gefasst, muss der Juwelier den wertvollen Stein vorsichtig und sorgfältig in die Ringfassung einsetzen. Zu diesem Zweck wird eine dreidimensionale (Stereo-) Ansicht benötigt, da diese eine Tiefenwirkung bietet, welche die Hand-Augen-Koordination unterstützt. Sie wissen selbst, wenn man etwas tun möchte und das mit nur einem offenen Auge versucht, ist das viel schwieriger als mit beiden Augen. Auch wenn die roten Blutkörperchen zu klein sind, um irgendetwas damit zu "tun", möchten Sie vielleicht die unterschiedlichen Aspekte der Blutkörperchen betrachten. Dazu benötigen Sie möglicherweise unterschiedlich aufbereitete Blutproben und/oder verschiedene Beleuchtungstechniken, wie Dunkelfeld- oder Phasenkontrastbeleuchtung (siehe Beleuchtungstechniken).


Sie sehen also, die Menschen stellen die unterschiedlichsten Anforderungen an Lichtmikroskope.

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